VIA

TRANSPARENZBERICHT

Transparenzbericht zum 31. Dezember 2017

VIA GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Nürnberg

I n h a l t s v e r z e i c h n i s

  1. Vorwort
  2. Rechtsform und Eigentumsverhältnisse
  3. Leitungsstruktur
  4. Beschreibung des internen Qualitätssicherungssystems
  5. Teilnahmebescheinigung an der Qualitätskontrolle nach § 57a WPO
  6. Liste der geprüften Unternehmen von öffentlichem Interesse
  7. Vergütungsgrundlagen der Organmitglieder
  8. Finanzinformationen
  9. Erklärungen zum Qualitätssicherungssystem, zur Unabhängigkeit und zur Fortbildungsverpflichtung

Verwendete Abkürzungen

Abs. = Absatz
BS = Berufssatzung
bzw. = beziehungsweise
EU-VO = Verordnung (EU) Nr. 537/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse und zur Aufhebung des Beschlusses 2005/909/EG der Kommission (ABI. L 158 vom 27.05.2014, S. 77)
GmbH = Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GmbHG = GmbH-Gesetz
HGB = Handelsgesetzbuch
IDW = Institut der Wirtschaftsprüfer
i.V.m. = in Verbindung mit
mbH = mit beschränkter Haftung
T€ = Tausend Euro
z.B. = zum Beispiel

1 Vorwort

Nach Artikel 13 der EU-VO sind Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungs-gesellschaften, die bei Unternehmen von öffentlichem Interesse Abschlussprüfun-gen durchführen, verpflichtet, jährlich spätestens vier Monate nach Abschluss des Geschäftsjahres einen Transparenzbericht auf der Webseite des Abschlussprüfers bzw. der Prüfungsgesellschaft zu veröffentlichen.
Die VIA GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (im Folgenden kurz VIA) führt Ab-schlussprüfungen bei Unternehmen von öffentlichem Interesse im Sinne von § 319a Abs. 1 Satz 1 HGB durch.

2 Rechtsform, Eigentumsverhältnisse und Leitungsstruktur

Gründung
Am 23. April 2001

Sitz
Nürnberg, Zweigniederlassung in Kronach

Gesellschaftsvertrag
Vom 23. April 2001

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens sind die für Wirtschaftsprüfungsgesellschaften gesetzlich und berufsrechtlich zulässigen Tätigkeiten gemäß § 2 i. V. m. § 43a Abs. 4 WPO. Die VIA GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist ausschließlich in Deutschland tätig.

Stammkapital
Das Stammkapital beträgt EUR 25.000,00.

Gesellschafter

  • Dipl.-Kfm. WP/StB Udo Heuberger, EUR 1.250,00 (5%)
  • Dipl.-Kfm. WP/StB Wolfgang Bijok, 1.250,00 (5%)
  • Dipl.-Kffr. WP/StB Christina-Anne Bijok, EUR 5.250,00 (21%)
  • Gebr. Haßlinger GbR, EUR 17.250,00 (69%)

Die Gebr. Haßlinger GbR ist eine BGB-Gesellschaft von Wirtschaftsprüfern der Familie Haßlinger, Bad Kreuznach, deren Gesellschafter ausschließlich Wirtschaftsprüfer sind, nämlich Herr Dipl.-Kfm. Hans-Joachim Haßlinger, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Herr Prof. Dr. Christian Haßlinger, Wirtschaftsprüfer und Herr Dr. Marius Haßlinger, Wirtschaftsprüfer.

Leitungsstruktur
Die Leitungsstruktur der VIA ergibt sich aus dem GmbHG und dem Gesellschaftsver-trag der Gesellschaft. Die Gesellschaft hat fünf Geschäftsführer. Wichtige Entschei-dungen werden von den Geschäftsführern in gemeinsamer Abstimmung getroffen. Die zeitliche und personelle Gesamtplanung erfolgt unter Einbeziehung aller man-datsverantwortlichen Geschäftsführer einschließlich derjenigen von Kooperations-partnern. Für die Auftragsdurchführung ist mit diesen eine Priorität vereinbart. Herr WP/StB Dipl.-Kfm. Udo Heuberger ist der für die Qualitätssicherung verantwortliche Geschäftsführer. Weitere übergreifende Geschäftsführungsaufgaben sind organisa-torisch geregelt. Dabei wurden auch regionale und fachspezifische Gesichtspunkte berücksichtigt.

Die Geschäftsführung der VIA setzt sich wie folgt zusammen:

  • Dipl.-Kfm. Udo Heuberger Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
  • Dipl.-Kfm. Wolfgang Bijok Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsbeistand
  • Dipl.-Kfm Hans-Joachim Haßlinger Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
  • Prof. Dr. Christian Haßlinger Wirtschaftsprüfer
  • Dr. Marius Haßlinger Wirtschaftsprüfer

Die Gesellschaft wird grundsätzlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Allen Geschäftsführern ist Einzelvertretungsbefugnis erteilt. Die Leitung der Gesellschaft erfolgt durch die oben genannten Geschäftsführer in gemeinsamer Verantwortung. Die VIA ist kein Mitglied eines Netzwerks.

Verbund mit anderen Wirtschaftsprüferpraxen

  • Kooperationsvertrag zwischen der VIA GmbH und der VIA GmbH& Co. KG Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg.
  • Seit dem 29. Dezember 2016 Mehrheitsbeteiligung der Gebr. Haßlinger GbR an der VIA GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und der VIA GmbH & Co. KG Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, mit den Gesellschaftern Prof. Dr. Christian Haßlinger, Dr. Marius Haßlinger und Dipl.-Kfm. Hans-Joachim Haßlinger.

Personal
Die VIA GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterhält kein eigenes Personal, sondern greift zur Durchführung ihrer Aufgaben auf das Personal der VIA GmbH & Co. KG Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg sowie weiterer Berufsgesellschaften auf der Grundlage von Kooperationsverträgen zurück.

3 Beschreibung des internen Qualitätssicherungssystems

3.1 Vorbemerkung

Die Regelungen des Qualitätssicherungssystems sind in einem Organisationshandbuch dokumentiert, welches regelmäßig aktualisiert wird. Das Organisationshandbuch beschreibt die einzelnen zu beachtenden Regelungen gemäß § 55b WPO. Hinsichtlich der Prüfungsplanung und der Prüfungsdurchführung kommen die entsprechenden Checklisten des IDW auf der Grundlage des IDW-Praxishandbuchs zur Qualitätssicherung zur Anwendung. Bei der Prüfung der einzelnen Positionen der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie den prozess- bzw. systembezogenen Prüfungshandlungen werden sowohl selbst entwickelte Prüfungsprogramme als auch Checklisten des IDW verwendet. Für die Berichterstattung stehen Musterberichte zur Verfügung.

3.2 Beschreibung der allgemeinen Regelungen zur Steuerung und Überwachung der Qualität in der Praxis

Das Organisationshandbuch erläutert die gesetzlichen und satzungsmäßigen Berufspflichten sowie die von der Wirtschaftsprüferpraxis unter Beachtung der berufsständischen Vorgaben entwickelten Regelungen zur Sicherstellung der Einhaltung der gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften. Alle Mitarbei-ter werden über die Änderungen informiert.
Das Qualitätssicherungshandbuch steht den Mitarbeitern in physischer und elektronischer Form zur Verfügung.

3.2.1 Beachtung der allgemeinen Berufspflichten

Das Qualitätssicherungshandbuch enthält ausführliche Erläuterungen zu den Berufspflichten:

  • Unabhängigkeit, Unparteilichkeit und Vermeidung der Besorgnis der Befangenheit,
  • Gewissenhaftigkeit,
  • Verschwiegenheit,
  • Eigenverantwortlichkeit,
  • Berufswürdiges Verhalten.

Es liegen klare Regelungen zu diesen Punkten vor, die die gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften wiedergeben. Verantwortlich für die Überwachung dieser Regelungen ist die Geschäftsleitung. Die Mitarbeiter werden über die Berufsgrundsätze unterrichtet und zur Einhaltung der Berufsgrundsätze verpflichtet. Alle Mitarbeiter oder freie Mitarbeiter haben bei Dienstantritt die entsprechende Erklärung zur Verschwiegenheit sowie eine Verpflichtungserklärung zur berufsrechtlichen Unabhängigkeit abzugeben.

Darüber hinaus hat jedes Mitglied des Prüfungsteams im Rahmen der Prüfungsplanung jährlich für den jeweils durchzuführenden Auftrag eine Unabhängigkeitserklärung zu unterzeichnen. Die Mitarbeiter werden über die Grundsätze hinsichtlich Unabhängigkeit und Vermeidung der Besorgnis der Befangenheit mit der Aufforderung, in Konfliktfällen unverzüglich die Praxisleitung hierüber zu benachrichtigen, unterrichtet. Zudem findet jährlich eine dies-bezügliche Mitarbeiterunterweisung statt.

3.2.2 Grundsätze der internen Rotation

Die Anforderungen gemäß HGB i.V.m. der VO(EU) Nr. 53/2014 an die interne Rotation bei der Abschlussprüfung von Unternehmen von öffentlichem Interesse (im Sinne des 319a Abs. 1 HGB) werden von der VIA beachtet. Die verantwortlichen Prüfungspartner beenden ihre Teilnahme an der Abschlussprüfung eines Unternehmens von öffentlichem Interesse spätestens sieben Jahre nach dem Datum ihrer Bestellung. Diese Frist gilt auch für den auftragsbegleitenden Qualitätssicherungsprüfer.

3.3 Auftragsannahme, Fortführung und vorzeitige Beendigung von Prüfungsaufträgen

3.3.1 Annahme und Fortführung von Prüfungsaufträgen

Hinsichtlich der Annahme, Fortführung und vorzeitigen Beendigung von Prüfungsaufträgen sind insbesondere drei der Hauptkomponenten von Bedeutung:

  • die Sicherstellung der Einhaltung der Berufspflichten, insbesondere des Grundsatzes der Unabhängigkeit und Vermeidung der Besorgnis der Befangenheit,
  • die Beurteilung der mit den Aufträgen verbundenen Risiken,
  • ob die Prüfung in sachlicher, personeller und zeitlicher Hinsicht durchgeführt werden kann.

Zuständig für die Auftragsannahme und -fortführung ist der verantwortliche Wirtschaftsprüfer. Der Auftragsannahme geht eine schriftliche Auftragserteilung voraus. Die ordnungsgemäße Unterzeichnung durch den Mandanten und der ordnungsgemäße Beschluss über die Auftragserteilung sind zu prüfen.

3.3.2 Vorzeitige Beendigung von Prüfungsaufträgen

Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer entscheidet, welche Maßnahmen vorzunehmen sind, wenn die Niederlegung des Mandats erwogen wird:

  • Erörterung des Sachverhalts und möglicher Handlungsalternativen mit dem Mandanten,
  • Prüfung, ob eine rechtliche Pflicht zur Fortführung des Auftrags besteht,
  • Dokumentation der bedeutsamen Aspekte der vorgenommenen Konsul-tationen und der Gründe für die Entscheidung,
  • gegebenenfalls Berichterstattung über die Mandatsniederlegung, wenn eine gesetzliche Pflicht besteht (z.B. gegenüber einer Behörde).

3.4 Fortbildung der Berufsträger und Mitarbeiterentwicklung

3.4.1 Einstellung von fachlichen Mitarbeitern

Der Personalbedarf ist an der Gesamtplanung aller Aufträge der Praxis auszurichten. Bei der Einstellung von Mitarbeitern ist die persönliche und fachliche Eignung der Bewerber zu prüfen.

3.4.2 Mitarbeiterbeurteilungen

Die Beurteilung der Mitarbeiter wird von dem verantwortlichen Wirtschaftsprüfer vorgenommen.

3.4.3 Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter

Die in der Wirtschaftsprüferpraxis eingeführten Regelungen zur Aus- und Fortbildung sind in dem Qualitätssicherungshandbuch festgelegt. Zur Fortbildung gehören:

  • Besuch von Veranstaltungen des IDW, der WPK, LSWB, DATEV, von Hochschulen oder von Anbietern vergleichbarer Qualifikation,
  • Teilnahme an Diskussionsgruppen,
  • Schulung in Spezialgebieten,
  • Gleichwertige Fortbildungsmaßnahmen in der Kanzlei,
  • Schriftstellerische Tätigkeiten,
  • Lehrtätigkeit.

Die Fortbildung soll ca. 40 Stunden im Jahr betragen. Gemäß § 5 Abs. 5 Berufssatzung müssen 20 Stunden auf Fachveranstaltungen nach § 5 Abs. 2 Berufssatzung entfallen.

3.4.4 Organisation der Fachinformation

Die Mitarbeiter haben Zugang zu allen Vorschriften, Rechtsprechung, Schriften sowie zu sämtlichen Datenbanken.

3.5 Gesamtplanung aller Prüfungen

Die Gesamtplanung erfolgt unter Einbeziehung der in der VIA abzuwickelnden Einzelaufträge. Bei den Einzelplanungen sollen sowohl Zeitbedarf, als auch der quantitative und der qualitative Personalbedarf berücksichtigt werden.

3.6 Umgang mit Beschwerden und Vorwürfen

Die Mitarbeiter sind gehalten, Vorwürfe oder Beschwerden im Hinblick auf die Beachtung der gesetzlichen Vorschriften und fachlichen Regeln bei der Berufsausübung, einschließlich der internen Qualitätssicherung der WP-Praxis, unverzüglich der Geschäftsleitung mitzuteilen. Dies gilt auch für Beschwerden und Vorwürfe von Mandanten oder Dritten.

Beschwerden von Mitarbeitern können der Praxisleitung ohne Besorgnis von persönlichen Nachteilen zur Kenntnis gebracht werden. Die Praxisleitung hat den Sachverhalt zu prüfen und festzustellen, ob die Beschwerden oder Vor-würfe berechtigt sind. Sind die Beschwerden oder Vorwürfe begründet, so hat die Praxisleitung unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, die die Beseitigung festgestellter Mängel und die Verbesserung bzw. Einhaltung der Regelungen des Qualitätssicherungssystems bewirken.

3.7 Regelungen zur Durchführung von Prüfungen

Verantwortlich für die Auftragsdurchführung ist der jeweils verantwortliche Wirtschaftsprüfer. Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer wird dem Mandanten bereits im Auftragsbestätigungsschreiben kommuniziert. Außerdem ist der verantwortliche Wirtschaftsprüfer den Mitgliedern des Prüfungsteams mitzuteilen. Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer hat bei der Auswahl des Prüfungsteams die jeweilige für den individuellen Auftrag benötigte Qualifikation der Fachmitarbeiter zu berücksichtigen. Außerdem hat er im Rahmen der Auftragsabwicklung sicherzustellen, dass die für den jeweiligen Auftrag abzugebende Unabhängigkeitserklärung von allen Mitgliedern des Prüfungsteams beachtet wird.

Die Einhaltung von Gesetzen und fachlichen Regeln wird insbesondere durch die bereits beschriebenen qualitätssichernden Maßnahmen erreicht. Dazu gehören die Aktualisierung des Organisationshandbuchs einschließlich der Arbeitshilfen und Checklisten, der Zugang zu Fachinformationen, die Re-gelungen zur Aus- und Fortbildung und die Anleitung des Prüfungsteams.

Daneben spielen die unten beschriebene laufende Überwachung der Auftragsabwicklung sowie die abschließende Durchsicht der Auftragsergebnisse eine wichtige Rolle. Gemäß § 51b Abs. 5 WPO ist eine Prüfungsakte für nach § 316 HGB vorzunehmende Abschlussprüfungen anzulegen. Diese ist spätestens 60 Tage nach Unterzeichnung des Bestätigungsvermerks zu schließen. Zu dokumentieren ist auch in der Prüfungsakte:

  • ob die Anforderungen hinsichtlich der Unabhängigkeit erfüllt sind,
  • der Personal und Sacheinsatz,
  • der Einsatz externer Sachverständiger,
  • die sonstigen unter § 51b Abs. 5 WPO aufgeführten Erfordernisse.

3.7.1 Prüfungsplanung

Im Rahmen der sachlichen Prüfungsplanung ist eine risikoorientierte Prüfungsstrategie und ein darauf aufbauendes Prüfungsprogramm zu entwickeln. Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer hat sich davon zu überzeugen, dass die vorgesehenen Mitarbeiter über ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten so-wie zeitliche Ressourcen verfügen. Entsprechend § 61 BS WP/vBP hat der verantwortliche Wirtschaftsprüfer sicherzustellen, dass mit den Mandanten keine Vergütungsvereinbarungen geschlossen werden, die vom Ergebnis der Abschlussprüfung oder der Erbringung zusätzlicher Nichtprüfungsleistungen abhängig sind.

3.7.2 Überwachung der Auftragsabwicklung

Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer überwacht während einer laufenden Prüfung den Fortgang der Arbeiten und erörtert dabei Zwischenergebnisse wie auch wesentliche Feststellungen mit dem Prüfungsteam. Weiterhin entscheidet er über fachliche Zweifelsfragen.

3.7.3 Beurteilung der Arbeitsergebnisse (abschließende Durchsicht)

Rechtzeitig vor Beendigung des Auftrags und der Auslieferung der Berichterstattung ist eine Beurteilung durch den verantwortlichen Wirtschaftsprüfer durchzuführen und zu dokumentieren.

3.7.4 Konsultation

Eine Konsultation hat zu erfolgen, wenn es im Interesse der Qualitätssiche-rung erforderlich ist. Vor Einholung von fachlichem Rat sind zunächst die vor-handenen Recherchemöglichkeiten (z.B. Fachbibliothek, Internet, Datenban-ken) zu nutzen. Über die Einholung von fachlichem Rat außerhalb des Prü-fungsteams entscheidet der verantwortliche Wirtschaftsprüfer. Sofern eine wesentliche Konsultation stattgefunden hat, ist eine Dokumentati-on des Sachverhalts und des Ergebnisses einschließlich des Namens des Konsultierten sowie ob und wie eine Umsetzung erfolgt ist vorzunehmen.

3.7.5 Berichtskritik

Gegenstand der Berichtskritik ist die Überprüfung des Prüfungsberichts vor seiner Auslieferung im Hinblick auf die Einhaltung der fachlichen Regeln. Die im Prüfungsbericht dargestellten Prüfungshandlungen und Prüfungsfeststel-lungen sind auf Schlüssigkeit zu prüfen. Je nach Größe, Branche und Komplexität des Prüfungsauftrags entscheidet der verantwortliche Wirtschaftsprüfer, ob eine Berichtskritik vorzunehmen ist. Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer entscheidet, welcher Wirtschaftsprüfer/ Mitarbeiter mit der Berichtskritik beauftragt wird. Die persönliche Eignung setzt ein hinreichendes Maß an Berufserfahrung und Objektivität bezüglich des zu beurteilenden Gegenstands voraus. Die Berichtskritik soll nur von solchen fachlich und persönlich geeigneten Personen wahrgenommen werden, die an der Erstellung des Prüfungsberichts nicht selbst mitgewirkt haben und die an der Durchführung der Prüfung nicht wesentlich beteiligt waren (§ 48 Abs. 2 Satz 2 Berufssatzung).

3.7.6 Auftragsbegleitende Qualitätssicherung

Gegenstand einer auftragsbegleitenden Qualitätssicherung ist die Beurteilung, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass gesetzliche und fachliche Regeln nicht beachtet und wesentliche Sachverhalte nicht angemessen behandelt wurden (§ 48 Abs. 3 BS WP/vBP). Bei Abschlussprüfungen von Unternehmen von öffentlichem Interesse nach § 319 a Abs. 1 Satz 1 HGB ist eine auftragsbegleitende Qualitätssicherung stets durchzuführen. Bei Abschlussprüfungen nach § 316 HGB ist gemäß § 48 Abs. 1 BS WP/vBP ausgehend von dem Risiko des Mandanten zu entscheiden, ob und unter welchen Voraussetzungen eine auftragsbegleitende Qualitätssicherung stattzufinden hat.

Kriterien für eine Einbeziehung von Aufträgen in die auftragsbegleitende Qualitätssicherung können sein:

  • Relevanz für die Öffentlichkeit,
  • besondere Umstände oder Risiken, die mit der Prüfung verbunden sind.

3.7.7 Lösung von Meinungsverschiedenheiten

Tritt bei der Durchführung von Prüfungen eine für das Prüfungsergebnis bedeutsame Zweifelsfrage oder auch Meinungsverschiedenheit auf, so ist diese möglichst frühzeitig an den verantwortlichen Wirtschaftsprüfer heranzutragen. Dieser entscheidet, ob diese intern (Literatur) geklärt werden kann oder extern mit anderen Berufskollegen zu erörtern ist (Konsultation). Sollte eine Klärung nicht erreicht werden können, ist für fachliche Fragen das IDW und für berufs-rechtliche Fragen die WPK heranzuziehen.

3.7.8 Auslagerung wesentlicher Prüfungstätigkeiten

Bei dem Einsatz von freien Mitarbeitern gelten die gleichen beruflichen Qualifikationsvoraussetzungen. Die freien Mitarbeiter haben analog zu den festangestellten Mitarbeitern alle relevanten Regelungen des Qualitätssicherungssystems der Praxis zu beachten.

3.8 Regelungen zur Nachschau

Die Verantwortung für die Nachschau liegt bei der Praxisleitung. Die im Rah-men der Nachschau mit der Durchführung einer Auftragsprüfung betrauten Wirtschaftsprüfer dürfen weder an der Auftragsdurchführung noch an der auftragsbegleitenden Qualitätssicherung beteiligt sein. Eine jährliche Bewertung bzw. Nachschau hinsichtlich der Angemessenheit und Wirksamkeit des Qualitätssicherungssystems erfolgt für:

  • Abwicklung von Abschlussprüfungen,
  • Fortbildung,
  • Anleitung und Überwachung von Mitarbeitern,
  • Führung der Handakten.

In einem Dreijahreszyklus hat die Beurteilung der Angemessenheit und Wirksamkeit zur Abwicklung von Abschlussprüfungen nach § 316 HGB zu erfol-gen.

4 Teilnahmebescheinigung an der Qualitätskontrolle nach § 57a WPO

Neben den internen Sicherungsmaßnahmen im Rahmen jährlicher Nach-schauen unterliegt unser Qualitätssicherungssystem einer nach § 57a (1) WPO vorgeschriebenen externen Qualitätskontrolle. Mit Bescheinigung vom 16. Juni 2016 hat die Wirtschaftsprüfungskammer der VIA GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Teilnahme am System der Qualitätskontrolle bestätigt.

5 Liste der geprüften Unternehmen von öffentlichem Interesse

Gesetzlich vorgeschriebene Abschlussprüfungen im Sinne von § 319a HGB wurden im Geschäftsjahr 2017 bei folgenden Unternehmen durchgeführt:

  • uniVersa Lebensversicherung aG, Nürnberg (Einzel- und Konzernabschluss)
  • uniVersa Krankenversicherung aG, Nürnberg (Einzel- und Konzernabschluss)
  • uniVersa Allgemeine Versicherung AG, Nürnberg
  • Gartenbau- Versicherung VVaG, Wiesbaden

6 Vergütungsgrundlagen der Organmitglieder

Die Organmitglieder sind entsprechend dem Geschäftsmodell grundsätzlich ohne Vergütung tätig. Sie erhalten ihre Bezüge von der jeweils kooperieren-den Berufsgesellschaft, hier vorwiegend der VIA GmbH & Co. KG Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, bzw. der Bijok GdbR, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Wolfgang und Christina-Anne Bijok, Kronach.

7 Finanzinformationen

Im Kalenderjahr 2017 stellte sich unter Konsolidierung der in beruflicher Zusammenarbeit mit gesellschaftsrechtlich verbundenen Kooperationspartnern erzielte Umsatz der VIA wie folgt dar:

UmsatzkategorieUmsatz TEUR
Einnahmen aus der Abschlussprüfung des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses von Unternehmen von öffentlichem Interesse1.261
Einnahmen aus der Abschlussprüfung des Jahresabschlusses und konsolidierten Abschlusses anderer Unternehmen348
Einnahmen aus zulässigen Nichtprüfungsleistungen für Unternehmen, die vom Abschlussprüfer oder von der Prüfungsgesellschaft geprüft werden kann185
Einnahmen aus Nichtprüfungsleistungen für andere Unternehmen3.557
Gesamt5.351

8 Erklärungen zum Qualitätssicherungssystem, zur Unabhängigkeit und zur Fortbildungsverpflichtung

  • Erklärung zur Wirksamkeit des Qualitätssicherungssystems nach Artikel 13 Abs. 2 Buchst. d VO (EU) Nr. 537/2014:
    „Die Geschäftsführung erklärt, dass das interne Qualitätssicherungssystem der VIA GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wirksam ist.“
  • Erklärung zur Wahrung der Unabhängigkeit nach Artikel 13 Abs. 2 Buchst. g VO (EU) Nr. 537/2014:
    „Die Geschäftsführung erklärt, dass die Maßnahmen zur Wahrung der Unab-hängigkeit Bestandteil des Qualitätssicherungssystems der VIA GmbH Wirt-schaftsprüfungsgesellschaft sind und eine interne Überprüfung der Einhaltung der Unabhängigkeitsanforderungen stattgefunden hat.“
  • Erklärung zur Erfüllung der Fortbildungspflicht der Berufsangehörigen nach Artikel 13 Abs, 2 Buchst. h VO (EU) Nr. 537/2014:
    „Die Geschäftsführung erklärt, dass die Berufsangehörigen der VIA GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Erfüllung der Fortbildungspflichten an-gehalten worden sind.“

Nürnberg, den 30. April 2018

VIA GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Udo Heuberger
Wirtschaftsprüfer - Steuerberater

Dr. Marius Haßlinger
Wirtschaftsprüfer